Der Weg in den Süden Frankreichs

Der Weg in den Süden Frankreichs

Endlich stand der langersehnte Frankreichurlaub mit der Familie an. Ein paar Tage Sonne, Meer und Strand… Zudem viel schwüles und heißes Wetter. Aber erstmal mussten wir in den Süden von Frankreich gelangen. Grob 1600km eine Strecke. Also Plan schmieden: Wie fährt man diese Strecke am sinnvollsten ohne viel Maut zu zahlen und nicht Ewigkeiten im Auto zu sitzen? Gar nicht…

Ein Ausblick auf La Roche-sur-Yon

Wir entschieden uns bis Paris mit Maut zu fahren (ca. 13€ eine Strecke) und ab da wollten wir bis La Roche-sur-Yon mautfreie Straßen nutzen, wo wir ein Airbnb gebucht und einen Tagesausflug für den folgenden Tag geplant hatten. Unser Plan ging jedoch nicht auf. Vor lauter Aufregung und der fortgeschrittenen Uhrzeit fuhren schon wir mautfrei Richtung Paris. Hinter der französischen Grenze wunderten wir uns schon wo wir gelandet waren. Nur kleine Ortschaften, eine nach der anderen. Es dauerte knapp eine Stunde bis wir feststellten, dass das Navi noch falsch programmiert war und den Weg zur Autobahn ansteuerten. Einer unterhielt den Fahrer, die anderen beiden konnten schlafen. Gegen 2 Uhr erreichten wir den Außenring von Paris und alle waren plötzlich hellwach und wollten in das Innere der Stadt. Um diese Uhrzeit geht das tatsächlich sehr gut mit dem Auto:Also rein nach Paris, Eiffelturm, Arc de Triomph mit drei Runden und wieder raus aus Paris.

Triumphbogen – Arc de Triomphe de l’Étoile

Als wir die Stadt verlassen hatten machten wir eine Pause, um uns ein wenig die Beine zu vertreten. Damit waren die ersten 9 Stunden rum. Die Nationalstraße ließ sich vorerst gut fahren. Es waren 120 Stundenkilometer erlaubt und wir dachten wir hätten einen sehr guten Plan gehabt. Nach ein paar Kilometern sollte sich das ändern. Keine ausgebauten Straßen, keine Rastplätze und nur Huckelpiste… Dazu kam ein unglaubliches Sommergewitter mit drei Stunden Wetterleuchten und einer ganzen Stunde Dauerregen. Da nutzten wir unsere letzte Fahrreserve und hielten für eine halbe Stunde am Straßenrand und warteten und warteten und warteten. Irgendwann ging es ziemlich erschöpft weiter. Wir frühstückten in einem kleinen Ort um halb 9 morgens. Endlich!

Unser Frühstücksplatz

Leicht übernächtigt ging es weiter bis zu unserer Unterkunft.Endlich angekommen wollten wir alle nur ein wenig schlafen. Wir wussten, dass die Gastgeberin kein Deutsch und kaum Englisch sprach. Naja was solls, Willkommen in Frankreich. Die Sprachbarriere ließ sich mit englisch, ein wenig spanisch und französisch sowie Händen und Füßen sehr gut bewältigen. Nach einem Kaffee und Smalltalk legten wir uns erstmal aufs Ohr.Als wieder alle einigermaßen bei Kräften waren, gingen wir in die Stadt um den Tag noch etwas zu genießen. Eine gute halbe Stunde Fußmarsch durch einen Park führte uns ans Ziel. Die Sonne stand hoch oben am Himmel und hat ordentliche Temperaturen hervor gezaubert.

Der Stadtkern

In La Roche-Sur-Yon selber bummelten wir einfach nur ein wenig durch die Gegend und setzten uns in einen Park. Im Stadtkern gab es kleine bis große Metalltiere von denen sich einige mechanisch über Hebel und Seilzug bewegen ließen. Sie spuckten Wasser, fuhren auf Schienen oder machten Geräusche. Ein schönes Spektakel. Auf dem Rückweg trennten sich kurzerhand unsere Wege. Für die Einen gab es Abendbrot von McDonalds und für die Anderen Baguette mit Salami aus dem Supermarkt.

Unser Abendbrot

Wir schliefen schnell und tief bevor es am nächsten Tag in den O´Gliss Wasserpark weiter ging. Die Tickets haben wir für diesen Tag, vor unserer Abreise aus Deutschland, bereits online bestellt. Sie waren somit ein wenig günstiger und wir hatten garantierten Eintritt in den Park. Bei schönem Wetter kann das ziemlich voll werden. Das Wetter: an diesem Tag bewölkt bei 21°Celsius mit leichtem Nieselregen und ab und an mal Wind. Egal! Das geben wir uns trotzdem.

Es gab irgendwas um die 13 klassischen Rutschen. Von steilen Rutschen, über Hügelrutschen für Wettrennen oder Röhrenrutschen war alles dabei. Eine Rutsche die einer Halfpipe glich und eine mit großem Trichter aber auch welche wo es Schlauchboote für gab. Die Rutschen waren alle in einem unglaublich großen Turm vereint. Zusätzlich gab es eine große Fläche für Kinder mit einem Wasserspielplatz aber wir großen hatten dabei auch viel Spaß. Wir tobten durch das Klettergerüst, durch Gestänge hinurch und stellten uns unter den großen Eimer der kippte wenn er voll war. Für alle denen das etwas zu viel Action ist gibt es noch ein Becken wo immer mal wieder Wellengang herrscht aber auch ein Becken, in dem man ganz idyllisch schwimmen und entspannen kann. Zusätzlich gibt es auf den Rasenflächen viel Platz zum liegen und ausruhen. Das ist zwischendurch auch bitter nötig. Unser Highlight war aber eine kleine Hügellandschaft wo es breite Wasserkanäle mit Strudeln und Strömungen gab. Es gab ein Becken wo man reinhüpfen musste und dann konnte man sich für einen der drei Wege ans Ende entscheiden. Das schöne ist einfach, dass wir das alle gemeinsam machen konnten. Zwischendrin sind immer wieder kleinere Becken zum verschnaufen und warten. Das hat uns am Besten gefallen.

Es hat super viel Spaß gemacht und viel gefroren haben wir nicht. Zwischendrin hat auch immer wieder die Sonne durchgeguckt, sodass die Sonnencreme trotzdem regelmäßig aufgetragen werden musste. Für Groß und Klein ist in dem Park viel dabei. Wir kommen gerne wieder. Das einzige Manko ist der Eintrittpreis mit knapp 30 Euro. Aber die waren es wert, da der Tag auch eher mit einem Aufenthalt in einem Freizeitpark gleichzusetzen ist.

Nach einer nochmal vier stündigen, nicht ganz mautfreien, Autofahrt über Wald und Wiesen waren wir endlich am Ziel unserer Anreise, Angresse. Es fühlte sich, bei den vielen Autokilometern die zu diesem Zeitpunkt schon hinter uns lagen, wie ein langer Urlaub an. Einstimmig würden wir es genauso wieder machen.

Unterwegs haben wir viel gesehen und erlebt und vorallem sehr interessante Gespräche geführt. Immerhin waren wir für viele Stunden zu viert im beengten Auto unterwegs.

Im nächsten Artikel geht es um unseren Aufenthalt im Süden von Frankreich.

Viel Spaß beim Lesen!

Eure Burgertraveller

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