Island´s Straßen und Naturbäder

Island´s Straßen und Naturbäder

Am Dienstag den 27.September starteten wir mit richtig leckerem,
selbstgebackenem Brot. Leider mussten wir uns nun von unserem neuen und
treuen Freund, dem Hund, verabschieden. Da wir nicht wissen wie er hieß,
tauften wir ihn Paul.

Der Dreck steigt

Rein ins Auto und hoch in Richtung Egilsstaðir auf
der Suche nach Dettifoss. Bis dahin mussten wir aber erstmal ein Stück
fahren. Wir fuhren durch eine Landschaft, die etwas an Bilder vom Mond
erinnerte. Grau- und Brauntöne. Felsen und Steine. Ein paar Pflanzen die
aussahen wie Heidekraut.
Nun aber, als wir die Ringstraße 1
verließen und der 864 zu Dettifoss einschlugen, kam die Überraschung.
Ja, wir haben viel über die Straßenverhältnisse gelesen und ja, wir
haben uns irgendwie darauf vorbereitet.
Da kam das wohl
durchlöcherteste Stück „Straße“, was wir je erlebt hatten 😀 Am Vortag
fuhren wir auch gemütlich über eine Schotterpiste, einfach weil wir
etwas Angst ums Auto hatten! Aber das war kein Vergleich.

Grundsätzlich
nicht schneller als 30km/h. Versucht den großen Schlaglöchern
auszuweichen. Langsam an entgegenkommenden Fahrzeugen vorbei
geschlichen, schließlich wollte keiner einen Steinschlag riskieren.
Insgesamt 31 Kilometer Strecke bis zum Parkplatz für den Dettifoss. Ob der Weg über die 862 besser gewesen ist, haben wir nicht herausgefunden.
Wir mussten also den gleichen Weg wieder zurück fahren. Spannend! Aber irgendwie auch witzig.

Zum Wasserfall gibt es nicht allzu viel zu sagen:
Er ist groß. Es fließt Wasser an ihm herunter. Die Landschaft drumherum ist sehr beeindruckend.
Möglich
ist es hier, ein wenig über Stock und Stein zu wandern um sich noch
Selfoss noch anzuschauen. Wir haben es nicht gemacht. Ob es sich also
lohnt, können wir also nicht sagen. Aber Hey, Wasserfälle gibt es in
Island ja genug!

Irgendwie
waren wir doch ziemlich erleichtert als wir wieder eine asphaltierte
Straße erreichten und es dann ganz normal weiter ging. Die „Straße“
vorher ließ sich super fahren, keine Frage. Es dauerte eben nur etwas
länger und brauchte etwas mehr Konzentration. Ein bisschen wie Mario
Kart beim Ausweichen vor den Bananen.

Durch eine Recherche am Vorabend haben wir noch einen kleinen Zwischenstopp eingelegt bei Krafla,
dem Vulkan. Ein kleiner Abstecher rechts von der Straße auf eine kleine
Nebenstraße, vorbei an einer Hot Spring Shower. Die haben wir aber
nicht getestet, war uns doch zu kalt.

Als
wir die Straße entlang fuhren, dampfte es links und rechts überall aus
dem Boden. Überall verliefen Rohre, die zum Krafla Power Plant führten.
Das war wohl eins von den berühmten Geothermiekraftwerken von denen man
in Island ja des Öfteren hört.
Der Abstecher auf den Berg zum
Krafla hat sich sehr gelohnt. Man kann direkt bis zum Vulkan fahren und
ihn sogar hochgehen. Ziemlich anstrengend! Aber die Aussicht lohnt sich.
Der
Vulkansee auf dem Krafla hatte wieder so eine ganz besondere Farbe –
ein Blauton wie die Geysire, die wir direkt zu Anfang gesehen haben.
Mega!

Hier begleitete uns überall der Schwefelgeruch. Teilweise schon sehr unangenehm. Auch an unserem nächsten Stopp, Hverir,
wurde es eher schlimmer als besser. Überall stieg Dampf und
Schwefelgeruch in die Luft. Klar, waren ja auch alles Schwefelfelder.
Wir
trafen einen deutschen Lkw Fahrer, der aus der anderen Richtung kam und
uns von zugeschneiten Straßen und viel Schnee berichtete. Es graute uns
kurz davor, aber seine Aussage konnten wir zum Glück nicht bestätigen
😉 Kein Schnee, dafür freie Straßen!
Nur die Bergspitzen waren in den nächsten Tagen weiß.
Aber
zurück zu den Schwefelfeldern. Beeindruckend ist es allemal und ein
kurzer Halt lohnt sich hier auf jeden Fall. Wenn man den Geruch nicht
mag, sollte man vielleicht eher im Auto sitzen bleiben. Ansonsten,
aussteigen und umschauen.

Unser Highlight des Tages: Myvatn Nature Bath
Keine
fünf Minuten Fahrt von den Schwefelfeldern aus erreichten wir das lang
ersehnten Myvatn Nature Bath. WOW! Ein Traum in dem Wasser zu baden.
Der
Weg von den Umkleiden bis zum Wasser war dann doch etwas frisch. Aber
im Wasser angekommen, war es super angenehm. Allerdings wechselte die
Temperatur natürlich auch immer mal wieder. Es wurde nie kalt aber ab
und an kam mal etwas kühleres Wasser.

Ein
super tolles Erlebnis. Wir haben uns für Myvatn entschieden, weil wir
leider sehr oft gelesen haben, dass die Blaue Lagune in der Nähe von
Reykjavík sehr überlaufen sein soll.
Fazit: Es war eindeutig die
richtige Entscheidung. Natürlich ist es kein günstiges Vergnügen. Wir
haben umgerechnet knapp 20€ als Student und 25€ als Erwachsener bezahlt.
Aber wie gesagt, es hat sich echt gelohnt. Ein einzigartiges Erlebnis.
Jederzeit wieder!

Nach
der Entspannungspause duschten wir und zogen uns an. Weiter ging es
Richtung Akureyri wo die geilste Unterkunft des Urlaubs auf uns wartete.
Auf dem Weg dahin hielten wir noch bei Hverfjall,
eine Empfehlung des Lkw Fahrers aus Deutschland. Allerdings waren wir
zu faul auf den Vulkan hoch zu klettern. War dann doch etwas weit.

Wir drehten um und fuhren weiter zum nächsten Wasserfall, Goðafoss.
Auf
jeden Fall ein verdammt mächtiger Wasserfall. Es gab wie fast immer
keine Absperrungen und man konnte quasi in den Wasserfall fassen. Einer
unserer Favoriten was die Wasserfälle betrifft!

Der Wasserfall Goðafoss
Das Wetter war herlich
Und endlich ließ die Sonne sich mal wieder blicken

Nun hieß es einkaufen und die Unterkunft
beziehen. Die Unterkunft brachte uns ins Stauen. Sie lag in der Bucht
gegenüber von Akureyri mit einem Blick direkt auf die Stadt. Der
Ausblick war den, doch eher hohen, Preis definitiv wert.

Nach
dem wir Pfannkuchen gemacht haben, versuchten wir noch etwas die
Nordlichter zu fotografieren. Leider waren sie nur ganz seicht und die
Lichter der gegenüberliegenden Stadt erhellten den Nachthimmel zu sehr.

In
der Unterkunft wären wir gerne noch etwas länger geblieben. Aber am
nächsten Tag ging es für uns ein Stück auf der Route zurück nach
Húsavík.

Eure Burger Traveller

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